Open Transfer

Sondierung neuer Kooperations- und Austauschformate zwischen Forschung und Wirtschaft im Kontext innovativer Marktplattformen

Verbundvorhaben, gefördert durch das BMBF, Sondierungsphase 09/2016 – 02/2018

Der schnellere Takt heutiger Innovationszyklen, die gesteigerte Produktivität sowie neue Vermarktungs- und Wettbewerbsstrategien setzen besonders Branchen unter Druck, die auf ein hohes Maß an Forschung angewiesen sind. Denn Wissen entsteht heute keineswegs mehr nur in öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen oder den Forschungsabteilungen der Unternehmen. Externes Wissen nimmt zu, alternative Formen der Kooperation sind gefragt, und flexible und branchenübergreifende Geschäftsmodelle ersetzen zunehmend klassische Wertschöpfungsmuster.

Damit ändern sich die Anforderungsprofile für die Forschungsabteilungen der Unternehmen.

Das Forschungsprojekt »Open Transfer« untersucht, ob und wie sich Modelle kooperativer Wissensproduktion entwickeln lassen, die das für Innovation notwendige Wissen auf neue Weise schaffen. Hierzu werden die Bedarfe an innovative transdisziplinäre Austausch- und Kooperationsformate anhand von Fallstudien in den drei Branchen Optik, Mobilität und Mikroelektronik beispielhaft analysiert.

 

Dabei interessieren insbesondere drei Fragestellungen:

-        Welche Art von Wissen wird von Unternehmen für den Erhalt und die Stärkung der Innovationsfähigkeit nachgefragt?

-        Wie werden in den Unternehmen Forschung und Entwicklung heute organisiert und welches Wissen wird dort aus Kooperationen mit       akademischen Forschungseinrichtungen geschöpft?

-        Wie ist zu erklären, dass der Anteil der gewerblichen Wirtschaft an den Drittmitteln der Hochschulen zurückgegangen ist?

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Analyse von Forschungskooperationen, die im Sinne eines Modells auf unterschiedliche Unternehmen verschiedenster Branchen übertragen werden kann. Basis hierfür sind leitfadengestützte Interviews und transdisziplinäre Fokusgruppen mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zum Abschluss des Projekts werden die erarbeiteten Ansätze in einem Fachgespräch der Fachöffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.

 

Das Projekt wird im Verbund mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) durchgeführt.