Horizonte erweitern – Perspektiven ändern

Innovationen und die Produktion von neuem Wissen konzentrieren sich heute vorwiegend auf urbane Räume. Großstädte oder Metropolregionen gelten als Innovationstreiber, ländliche Räume als wenig zukunftsorientiert. Dabei ist die Rolle der ländlichen Räume relevant für die nachhaltige Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Wie können Zukunftslösungen in und für ländliche Räume aussehen?

Um Innovationen in ländlichen Räumen bedarfsgerecht und kontextspezifisch zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen, braucht es neue Konzepte und Maßnahmen. Ziel des Verbundprojekts »Horizonte erweitern – Perspektiven ändern« ist es daher, ein neues Verständnis von Innovation, sowie von Wissens- und Technologietransfer zu erarbeiten, das ländliche Räume als Treiber und Orte von Innovation versteht. Es werden auf Basis von Bedarfen der Akteur/-innen vor Ort wünschbare und realisierbare Zukunftsszenarien für ländliche Räume entwickelt, Umsetzungsprojekte angestoßen und neue Maßnahmen und Strategien für den Technologietransfer in ländlichen Räumen abgeleitet.

Dabei interessieren insbesondere folgende Fragestellungen:

-       Welche wünschenswerten und  sozial und  technisch realisierbaren Zukunftsbilder lassen sich aus den Bedarfen von Akteur/innen in ländlichen Räumen formulieren?

-       Und wie können auf dieser Grundlage neue Strategien und Maßnahmen für den Technologietransfer in ländlichen Räumen abgeleitet werden?

In einer aufeinander aufbauenden Workshopreihe werden mit Vordenkern/innen, mit Technologieexperten/innen und mit Akteuren in ländlichen Räumen sozial und technisch realisierbare Zukunftsbilder entwickelt und Bedarfe ländlicher Räume erarbeitet. Anhand dieser artikulierten Bedarfe werden konkrete Maßnahmen für die Technologieentwicklung, den Wissenstransfer in ländlichen Räumen sowie die Umsetzung der gewünschten Zukunftsbilder abgeleitet.

Das Projekt wird im Verbund mit der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Institut für Sozialinnovation e. V. (ISInova) und dem Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT durchgeführt. Das Verbundprojekt läuft von März 2017 bis Februar 2020 und wird vom Center for Responsible Research and Innovation am Fraunhofer IAO koordiniert.