‚New Digital Tools for Global Impact‘ – Fraunhofer CeRRI beim BMZ Innovationsforum

Blockchain, Cyber Security, Drohnen und Künstliche Intelligenz – Begriffe, die im Zuge der digitalen Transformation in vielen Unternehmen fallen und Technologien beschreiben, die als disruptiv für Produkte, Prozesse und ganze Geschäftsmodelle gelten. Das Transformationspotential digitaler Technologien geht jedoch über den Unternehmenskontext hinaus und bietet neue Möglichkeiten zur Lösung einer Vielzahl gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen.

Um dieses Potential für nachhaltige Entwicklung nutzbar zu machen, gilt es jedoch zunächst eine ganze Reihe von Fragen zu beantworten: Welche digitalen Technologien sind am besten geeignet, um den entwicklungspolitischen Herausforderungen zu begegnen? Welche Herausforderungen und Risiken sind mit ihrer Implementation verbunden? Und wie können Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hierbei optimal zusammenarbeiten?

Diese und weitere Fragen standen im Zentrum des ersten Innovationsforums ‚New Digital Tools für Global Impact‘ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 28. November 2018. In vier von Fraunhofer CeRRI konzipierten und angeleiteten ‚Tech for Good Labs‘ identifizierten rund 200 Teilnehmer/innen mit Hilfe designbasierter Methoden und anhand der vier technologischen Schwerpunkte – Blockchain, Cyber Security, Drohnen und Künstliche Intelligenz – die Entwicklungspotentiale digitaler Tools, entwickelten neue Anwendungsideen und reflektierten gemeinsam etwaige Herausforderungen.

Ausgehend von den entwicklungspolitischen Zielvorgaben der digitalen Agenda des BMZ sowie der 17 Sustainable Development Goals der UN wurden zunächst verschiedene gesellschaftliche Bedarfe in Entwicklungskontexten aufgezeigt und mögliche Lösungsräume definiert. Angeregt durch Impulsvorträge ausgewählter Technologie-Expert/innen und methodisch unterstützt durch das von Fraunhofer CeRRI entwickelte Pocket Prototyping wurden darauf aufbauend konkrete Anwendungsszenarien der vier Technologien in der Entwicklungszusammenarbeit entwickelt, greif- und diskutierbar gemacht. Die in den Workshops entwickelten Ideen und daraus abzuleitende politische Handlungsempfehlungen wurden schließlich Bundesminister Dr. Gerd Müller präsentiert.

Am Ende eines erfolgreichen Tages dominierte jedoch vor allem eine Erkenntnis: Die Nutzbarmachung des großen Potentials digitaler Technologien für nachhaltige Entwicklung verlangt nicht nur das Engagement der Politik, sondern den Einbezug einer Vielzahl von wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Für Rück- und Anfragen, wie eine solche Zusammenarbeit nicht nur „unter Laborbedingungen“ funktionieren kann, steht Malte Jütting jederzeit gerne zur Verfügung.