Unternehmenskulturen verändern

Unternehmenskulturen verändern - Karrierebrüche vermeiden#

gefördert durch das BMFSFJ, Juni 2010 - Dez 2012

In Rahmen des wissenschaftlichen Projektes »Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden« hat CeRRI im Auftrag des BMFSFJ untersucht, warum es Unternehmen in Deutschland nicht gelingt, mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Das Besondere des Projektes ist die enge Kooperation mit neun Partnerunternehmen: Die neun Partnerunternehmen der Initiative ermöglichten eine detaillierte Analyse ihrer Unternehmenskultur. Die Ergebnisse der Untersuchung bilden damit direkt bestehende Hürden für mehr Frauen in Führungspositionen in den Unternehmen ab. Damit wurde es im Rahmen des Projektes möglich, den Unternehmen mit der Präsentation ihrer unternehmensspezifischen Ergebnisse zu konfrontieren und so die bestehenden Maßnahmen für mehr Frauen in Führungspositionen weiterzuentwickeln und passgenaue neue Ansatzpunkte für mehr Frauen in Führungspositionen zu implementieren. Hintergrund war die Feststellung der Unternehmen selbst, dass Frauen in den Unternehmen oft erste Karriereschritte nehmen, sie es aber nur selten ins obere Management schaffen.
Beteiligte Partnerunternehmen:

Allianz Deutschland AG
BASF SE
Bayer AG
Bosch-Gruppe
Daimler AG
Deutsche Bahn AG
EADS
Infineon Technologies AG
Microsoft

Das Projekt hat gezeigt, dass die Unternehmenskultur für die Karrierechancen von Frauen entscheidend ist. Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitsorganisation reichen nicht aus, die notwendigen unternehmenskulturellen Veränderungen anzustoßen:

  • Die Argumentation des Engagements für mehr Frauen in Führungspositionen sollte in den Unternehmen über den ökonomischen Nutzen von Vielfalt erfolgen. Die Studie hat gezeigt, dass Gender Diversity in Besetzungsprozessen stärker Berücksichtigung findet, wenn der wirtschaftliche Vorteil von Diversity verstanden und kommuniziert wird.
  • Erfolgsversprechende Ansätze für mehr Frauen in Führungspositionen beziehen sich auf Strukturen und Prozesse im Unternehmen und damit auf die gesamte Organisationskultur. Ansätze, die darauf abzielen vermeintliche Kompetenzdefizite von Frauen zu beheben, können dieser Anforderung nicht gerecht werden.
  • Die für mehr Frauen in Führungspositionen notwendigen Kulturveränderungen müssen Frauen und Männer adressieren. Beide Geschlechter sollten von den Vorteilen der Kulturveränderung profitieren können.