Künstliche Intelligenz ist technisch verfügbar – doch ob sie im Arbeitsalltag wirklich ankommt, ist eine andere Frage. In vielen Organisationen zeigt sich: KI-Tools sind eingeführt, werden aber zögerlich, selektiv oder ganz anders genutzt als erwartet.
Woran liegt das?
Die Einführung von KI ist kein reines Technologieprojekt. Sie berührt Routinen, Rollenbilder, Kompetenzen, Machtfragen und nicht zuletzt grundlegende Vorstellungen davon, wie Arbeit künftig aussehen soll. Genau diese kulturellen und sozialen Aspekte sind bislang kaum systematisch erforscht – obwohl sie entscheidend dafür sind, ob KI als Unterstützung, Kontrollinstrument oder Bedrohung wahrgenommen wird.
Genau hier setzen wir in dem Projekt zur KI-Adaptionsbereitschaft an, das wir aktuell für einen Telekommunikationsanbieter umsetzen. Ziel ist es, ein belastbares Verständnis dafür zu gewinnen, wie Mitarbeitende KI wahrnehmen, welche Erwartungen, Hoffnungen und Sorgen sie damit verbinden – und warum KI in der Praxis oft anders genutzt wird als strategisch vorgesehen. Auf dieser Grundlage sollen gezielte Ansatzpunkte identifiziert werden, um Akzeptanz, Nutzung und Gestaltungskompetenz im Umgang mit KI zu stärken.
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Methode und Vorgehen
Im Projekt wird ein wissenschaftlich fundierter, zugleich praxisnaher Fragebogen zur KI-Adaptionsbereitschaft entwickelt und eingesetzt. Er erfasst systematisch, inwiefern Mitarbeitende bereit sind, KI-Tools zu nutzen, welche Hürden sie erleben und unter welchen Bedingungen KI als sinnvoll und unterstützend wahrgenommen wird. Die folgende Abbildung zeigt die Themen, die im Fragebogen auf individueller, Team- und organisationaler Ebene erfasst werden, sowie ihren Einfluss auf die Bereitschaft zur Adaption von KI.