Transformation Thinking

Organisationen befinden sich im stetigen Wandel - sowohl durch interne Prozesse als auch durch externe Entwicklungen. Der Veränderungsdruck ist spürbar, aber Transformationsvorhaben geraten immer wieder ins Stocken. Veränderung muss nicht nur strategisch geplant und strukturell umgesetzt werden, sondern auch von den Mitarbeitenden getragen, akzeptiert und gestaltet werden.

Transformation Thinking ist ein strukturierter Ansatz für komplexe Veränderungsvorhaben, der auf den Faktoren individueller Transformationsfähigkeit aufbaut. Er verbindet strategische Veränderungsgestaltung mit der Frage, wie Menschen Wandel mittragen und aktiv mitgestalten.

In der aktuellen Studie des CeRRI zu „Der Mensch in der Transformation“ wurden systematisch Faktoren identifiziert, die Menschen transformationsfähig machen und wie Organisationen diese wirksam unterstützen können.

Transformation Thinking übersetzt diese Erkenntnisse in ein praxisnahes Prozessmodell, das Veränderungsprozesse klar in 4 Phasen strukturiert und in die Umsetzung und Implementierung begleitet.

Phase 1 – Zielbild: Sinn und Kontext der Veränderung verstehen und in ein Veränderungsnarrativ und Transformations-Zielbild übersetzen. Ergebnis: eine geteilte Orientierung, warum sich die Organisation verändert und wohin die Reise geht.

Phase 2 – Gestaltung: Veränderungsarchitektur skizzieren und konkrete Maßnahmen, Experimente und Interventionen ableiten. Ergebnis: ein Vorgehensplan, der strategische Ziele mit konkretem Handeln im Alltag und Umsetzungspiloten verbindet.

Phase 3 – Skalierung: Wirksame Praktiken und Interventionen strukturell und kulturell in der gesamten Organisation verankern. Ergebnis: Umsetzung der Veränderungsarchitektur und Skalierung erfolgreicher Ansätze in der gesamten Organisation.

Phase 4 – Verinnerlichen: Die veränderten Strukturen festigen und neue Routinen entwickeln, so dass die angestrebten Transformationspotenziale –in Bezug auf Innovativität, Adaptivität, Effizienz und Effektivität – gehoben werden. Ergebnis: Erfolgreiche Ansätze werden verinnerlicht und kontinuierlich verbessert, Veränderungsfähigkeit wird Teil der Organisations-DNA.

 

Menschen und Prozesse verbinden

Kernkompetenzen und Schlüsselfaktoren individueller Transformationsfähigkeit bilden eine Basis für das Gelingen des Transformationsprozesses. Transformation Thinking verbindet die Handlungsebene mit der menschlichen Ebene der Veränderung: Die Potenzialentfaltung der Menschen in der Organisation wird zur zentralen Gelingensbedingung für erfolgreichen Wandel.

Wissenschaftliche Grundlage

Die Fraunhofer-Studie „Faktoren individueller Transformationsfähigkeit\" (CeRRI, 2025/26) identifiziert auf Basis von 50 wissenschaftlichen Publikationen 32 Faktoren in 6 Clustern, die Menschen in Veränderungsprozessen handlungsfähig machen — von Persönlichkeit und Motivation über Haltung und Handlungsrepertoire bis hin zu den organisationalen Bedingungen, die darüber entscheiden, ob individuelle Potenziale zur Wirkung kommen.

Hier geht es zur Studie

Transformation Thinking Experience

Wie verhalten Menschen sich in einer organisationalen Veränderungssituation? Wie treffen Teams Entscheidungen unter Veränderungsdruck? Was brauchen Menschen, um in der Transformation neue Wege mitzugehen? Welche Eigenschaften, Kompetenzen und Handlungsrepertoires sind hilfreich? Wir bieten den Raum, um all das Szenario-basiert auszuprobieren und zu reflektieren.

Die Transformation Thinking Experience macht Transformationsfähigkeit erlebbar – nicht auf Folien, sondern im gemeinsamen Handeln. In einem 1,5-tägigen Workshop durchlaufen Führungskräfte und Projektteams ein organisationsspezifisches Transformationsszenario als analoges Planspiel.

 

Format und Ablauf

Auf einem Spielfeld steuern die Teilnehmenden eine Organisation durch die Phasen „Zielbild“ und „Gestaltung“ eines Transformationsprozesses. Sie treffen Entscheidungen, wachsen an Herausforderungen, landen vielleicht in Sackgassen und lernen die eigene Transformationsfähigkeit besser kennen. Passgenau konzipierte Szenario-Karten und Aktions-Karten machen jede Entscheidung spürbar – mit Chancen, Konflikten und Nebenwirkungen.

Kurze Inputs zu „Transformation Thinking“ strukturieren den Ablauf und verbinden das Erlebte mit dem Prozessmodell. In gemeinsamen Reflexionen übertragen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auf ihren eigenen organisatorischen Kontext.

 

Für wen ist das Format?

  • Führungskräfte und Projektteams, die Veränderung aktiv gestalten wollen
  • Mitarbeitende aus Personal- und Organisationsentwicklung
  • Organisationen, die vor konkreten Transformationsvorhaben stehen und ihre Transformationsbereitschaft im Team stärken möchten

 

Gestärkte Kompetenzen

Im geschützten Rahmen trainieren die Teilnehmenden ein gemeinsames Verständnis, wie gute Transformation konkret gestaltet wird. Sie üben proaktives und kreatives Handeln unter Unsicherheit, entwickeln Veränderungsarchitekturen und Piloten anstatt nur zu reagieren und schärfen ihre Fähigkeit, mit Druck, Widerstand und „Change-Müdigkeit“ konstruktiv umzugehen.

Zugleich stärken sie Lernagilität, Wissenstransfer und Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg, indem unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungen einfließen. Damit wächst nicht nur die individuelle, sondern auch die kollektive Transformationsfähigkeit im Team.

 

Konkrete Ergebnisse für Teilnehmende

  • Klareres Bild, was erfolgreiche Transformation fachlich, kulturell und strukturell ausmacht
  • Gemeinsames Transformations-Vokabular („Transformation Thinking“) für weitere Vorhaben im Unternehmen
  • Konkrete Ideen und Mikro-Experimente, um eigene Transformationsprojekte in den nächsten Wochen voranzubringen

Mehr Sicherheit in der Rolle als Gestalter:in von Veränderung

Kontakt

Sie haben Interesse an der Transformation Thinking Experience? Gerne besprechen wir mit Ihnen, wie wir das Format passend für Ihren Bedarf zuschneiden können!